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Egret X-Serie Kaufratgeber 2026:
Core+, Prime oder Ultra?

Bevor du einen E-Scooter der Egret X-Serie kaufst, solltest du diese Unterschiede kennen. Unser Ratgeber erklärt Straßenzulassung, Akkugrößen und Ausstattung – damit du nicht für Reichweite zahlst, die du gar nicht brauchst.

Straßenzulassung: ABE, eKFV und was du wissen musst

Alle vier Modelle der Egret X-Serie besitzen eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) des Kraftfahrt-Bundesamts und erfüllen die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV). Das bedeutet: maximal 20 km/h, zwei unabhängige Bremsen, Beleuchtung nach StVZO und ein Halter für das Versicherungskennzeichen sind serienmäßig an Bord.

Was brauchst du zum Fahren?

Eine E-Scooter-Versicherungsplakette (je nach Anbieter ca. 20–60 € pro Jahr), Mindestalter 14 Jahre – kein Führerschein, keine Helmpflicht (ein Helm ist trotzdem dringend zu empfehlen). Gefahren wird auf Radwegen, wo keine vorhanden sind auf der Straße; Gehwege sind tabu.

Blinker: der große Sicherheitsvorteil der Serie

Egret verbaut in der gesamten X-Serie zertifizierte Blinker – beim X Core und X Core+ an den Lenkerenden vorne, beim X Prime und X Ultra zusätzlich hinten. Handzeichen beim Abbiegen entfallen damit rechtssicher. Dazu kommen ein 40-Lux-LED-Frontlicht und ein LED-Rücklicht mit Bremslichtfunktion.

Gut zu wissen Die neue X-Serie (ab März 2025) ist nicht zu verwechseln mit dem älteren Modell "Egret X" bzw. "Egret X+" von 2022. Die neue Serie erkennt man an den Modellnamen X Core, X Core+, X Prime und X Ultra sowie an Federgabel und serienmäßigen Blinkern.

Akku & Reichweite: Wh entscheiden, nicht Versprechen

Die drei Akkugrößen sind das wichtigste Unterscheidungsmerkmal der Serie: 499 Wh (X Core / X Core+, bis 55 km), 649 Wh (X Prime, bis 65 km) und 865 Wh (X Ultra, bis 90 km). Alle Akkus sind fest verbaut, nach der Sicherheitsnorm EN 50604-1 zertifiziert und nach IPX7 gegen Wasser geschützt – Egret gibt 2 Jahre Batteriegarantie.

Reale Reichweite vs. Herstellerangabe

Herstellerangaben entstehen unter Idealbedingungen. Unabhängige Messungen zeigen aber, dass Egret vergleichsweise ehrlich angibt: scootervergleich.net fuhr mit dem X Ultra real 81 von versprochenen 90 km, heise online kam unter Volllast (schwerer Fahrer, höchster Modus, Steigungen) noch auf rund 55 km. Als Faustregel: Plane mit 65–85 % der Werksangabe.

Ladezeit einplanen

Geladen wird mit einem 2-A-Netzteil: ca. 6,5 Stunden bei Core, Core+ und Prime, ca. 9 Stunden beim Ultra mit seinem großen Akku. Schnellladen gibt es nicht – für Pendler heißt das: über Nacht oder im Büro laden.

Zu beachten Der Akku ist nicht wechselbar. Wer regelmäßig mehr als die reale Reichweite seines Modells fährt, sollte direkt zum größeren Akku greifen, statt später aufzurüsten – das geht nicht.

Welches Modell passt zu mir?

Egret X Core+ – der clevere Einstieg (ab ca. 649–849 €)

500 W Nennleistung, 499-Wh-Akku für bis zu 55 km, Blinker vorne. Der Core+ bietet gegenüber dem Basis-Core spürbar mehr Antritt (ca. 28 statt 24 Nm Drehmoment) bei nahezu gleichem Preis – ideal für Stadtfahrer mit Strecken bis 20 km am Tag, die die Premium-Verarbeitung der Serie zum kleinsten Preis wollen.

Egret X Prime – der Sweet Spot (ab ca. 799–899 €)

1.350 W Peak-Leistung, 41 Nm, 649-Wh-Akku für bis zu 65 km und Blinker vorne + hinten. Mehrere Tests nennen den Prime den "Sweet Spot" der Serie: Er hat den starken Motor und das Dual-Blinksystem des Ultra, wiegt aber nur ca. 24,5 kg und kostet seit der Preissenkung im Januar 2026 nur noch 899 € UVP (im Handel teils ab 799 €).

Egret X Ultra – für Vielfahrer (ab ca. 999–1.099 €)

Gleicher Motor wie der Prime, aber mit 865-Wh-Akku für bis zu 90 km Reichweite (real gemessen: 81 km). Wer täglich weite Strecken pendelt oder ungern lädt, bekommt hier den Langstrecken-König der Serie – erkauft mit 26 kg Gewicht und ca. 9 Stunden Ladezeit.

Schnellentscheidung Unter 20 km am Tag & Budget im Blick? → X Core+. Der beste Allrounder mit Blinkern hinten? → X Prime. Täglich 30+ km oder seltenes Laden? → X Ultra.

Bremsen, Federung & App im Alltag

Mechanische Scheibenbremsen mit 160 mm

Vorne und hinten arbeiten mechanische Tektro-Scheibenbremsen mit 160-mm-Scheiben plus elektronischer Motorabschaltung. Tests messen sehr kurze Bremswege (3,11 m bei scootervergleich.net) – Kritikpunkt ist lediglich, dass mechanische Bremsen gelegentlich nachjustiert werden müssen, was hydraulische Systeme nicht bräuchten.

12,5-Zoll-Reifen und Federgabel

Die großen Gravel-Luftreifen sind das Markenzeichen der Serie und bügeln Kopfsteinpflaster und Bordsteinkanten deutlich besser weg als die üblichen 10-Zoll-Reifen der Konkurrenz. Dazu kommt eine Federgabel mit 20 mm Federweg vorn. Tests attestieren ein "SUV-Feeling" – nur eine Heckfederung fehlt.

Egret App und Diebstahlschutz

Per Egret App (iOS/Android) gibt es Firmware-Updates, Reichweitenanzeige und eine App-Verriegelung; dazu kommt eine PIN-Wegfahrsperre direkt am Scooter. Wichtig zu wissen: In Tests lief die App unter Android stabil, unter iOS gab es wiederholt Abstürze. GPS-Tracking ist nicht verbaut – als mechanische Ergänzung bietet Egret das ansteckbare "Easy Lock"-Rahmenschloss an.

FAQ: Egret X-Serie kaufen

Ja. Alle Modelle der X-Serie (X Core, X Core+, X Prime, X Ultra) besitzen eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) des Kraftfahrt-Bundesamts und sind eKFV-konform. Sie fahren maximal 20 km/h, haben Blinker, Bremslicht und einen Halter für das Versicherungskennzeichen. Du brauchst nur eine E-Scooter-Versicherungsplakette (ca. 20–60 € pro Jahr), keinen Führerschein – Mindestalter ist 14 Jahre.
Beide haben 500 W Nennleistung, aber der X Prime leistet 1.350 W Peak (statt 902 W) und 41 Nm Drehmoment (statt ca. 28 Nm). Dazu kommt ein größerer 649-Wh-Akku (statt 499 Wh) für bis zu 65 km Reichweite (statt 55 km) sowie Blinker vorne UND hinten – der Core+ hat nur vorne Blinker. Der Aufpreis liegt bei rund 50–100 €, weshalb viele Tests den Prime als "Sweet Spot" der Serie bezeichnen.
Der Hersteller nennt bis zu 90 km nach Norm. Im unabhängigen Test von scootervergleich.net wurden real 81 km im gemischten Betrieb gemessen – ein sehr guter Wert. Bei voller Zuladung, Steigungen und höchstem Fahrmodus maß heise online rund 55 km. Die reale Reichweite hängt stark von Gewicht, Temperatur und Fahrweise ab.
Nein, der Akku ist bei allen X-Modellen fest verbaut und nicht zum Wechseln durch den Nutzer vorgesehen. Dafür ist er nach EN 50604-1 zertifiziert und nach IPX7 gegen Wasser geschützt; Egret gewährt 2 Jahre Batteriegarantie. Wer unterwegs nachladen will, braucht eine Steckdose – die Ladezeit beträgt ca. 6,5 Stunden (Core/Core+/Prime) bzw. ca. 9 Stunden (Ultra).
Das Gewicht ist der häufigste Kritikpunkt in Tests: ca. 21,8–22 kg (Core/Core+), ca. 24,5 kg (Prime) und 26 kg (Ultra). Für kurzes Tragen (Bordstein, 1–2 Stufen) geht das, für tägliches Treppensteigen in den 4. Stock sind die Scooter zu schwer. Alle Modelle sind klappbar (gefaltet ca. 128 × 67 × 67 cm) und passen in die meisten Kofferräume.
Eingeschränkt ja: Die 12,5-Zoll-Gravel-Luftreifen und die Federgabel mit 20 mm Federweg sind auf Asphalt, Kopfsteinpflaster, Schotter und befestigte Waldwege ausgelegt – Tests bescheinigen ein "SUV-Feeling" unter den E-Scootern. Echtes Offroad-Terrain mit tiefem Schlamm oder groben Wurzeln ist nicht das Einsatzgebiet; zudem gilt die Straßenzulassung nur im öffentlichen Verkehrsraum auf Radwegen und Straßen.
In unabhängigen Tests wiederholt genannt: das hohe Gewicht, die nur mechanischen (nicht hydraulischen) Scheibenbremsen, die gelegentlich justiert werden müssen, eine unter iOS teils instabile Egret App sowie das bei Sonne spiegelnde Display ohne Akku-Prozentanzeige. In Nutzerbewertungen wird zudem vereinzelt die Garantieabwicklung des Herstellers kritisiert. Dem stehen erstklassige Verarbeitung, starke Motoren und sehr gute Bremsleistung gegenüber.
Nein. E-Scooter mit ABE dürfen in Deutschland ab 14 Jahren ohne Führerschein gefahren werden. Eine Helmpflicht besteht nicht, ein Helm wird aber dringend empfohlen. Pflicht sind: gültige Versicherungsplakette am Kennzeichenhalter, Fahren auf Radwegen (wo vorhanden) und die 0,5-Promille-Grenze wie beim Autofahren.
Nur für Vielfahrer. Der Ultra bietet den größten Akku der Serie (865 Wh, bis 90 km) – Motor (500 W / 1.350 W Peak, 41 Nm), Bremsen, Reifen und Ausstattung sind ansonsten praktisch identisch mit dem Prime. Wer täglich lange Strecken pendelt, profitiert von der Reichweite; wer unter 30 km am Tag fährt, spart mit dem Prime rund 200 € und 1,5 kg Gewicht. Tests wie Scooterhelden nennen den Prime deshalb "für die meisten die vernünftigste Wahl".

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