Egret X-Serie Kaufratgeber 2026:
Core+, Prime oder Ultra?
Bevor du einen E-Scooter der Egret X-Serie kaufst, solltest du diese Unterschiede kennen. Unser Ratgeber erklärt Straßenzulassung, Akkugrößen und Ausstattung – damit du nicht für Reichweite zahlst, die du gar nicht brauchst.
Straßenzulassung: ABE, eKFV und was du wissen musst
Alle vier Modelle der Egret X-Serie besitzen eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) des Kraftfahrt-Bundesamts und erfüllen die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV). Das bedeutet: maximal 20 km/h, zwei unabhängige Bremsen, Beleuchtung nach StVZO und ein Halter für das Versicherungskennzeichen sind serienmäßig an Bord.
Was brauchst du zum Fahren?
Eine E-Scooter-Versicherungsplakette (je nach Anbieter ca. 20–60 € pro Jahr), Mindestalter 14 Jahre – kein Führerschein, keine Helmpflicht (ein Helm ist trotzdem dringend zu empfehlen). Gefahren wird auf Radwegen, wo keine vorhanden sind auf der Straße; Gehwege sind tabu.
Blinker: der große Sicherheitsvorteil der Serie
Egret verbaut in der gesamten X-Serie zertifizierte Blinker – beim X Core und X Core+ an den Lenkerenden vorne, beim X Prime und X Ultra zusätzlich hinten. Handzeichen beim Abbiegen entfallen damit rechtssicher. Dazu kommen ein 40-Lux-LED-Frontlicht und ein LED-Rücklicht mit Bremslichtfunktion.
Akku & Reichweite: Wh entscheiden, nicht Versprechen
Die drei Akkugrößen sind das wichtigste Unterscheidungsmerkmal der Serie: 499 Wh (X Core / X Core+, bis 55 km), 649 Wh (X Prime, bis 65 km) und 865 Wh (X Ultra, bis 90 km). Alle Akkus sind fest verbaut, nach der Sicherheitsnorm EN 50604-1 zertifiziert und nach IPX7 gegen Wasser geschützt – Egret gibt 2 Jahre Batteriegarantie.
Reale Reichweite vs. Herstellerangabe
Herstellerangaben entstehen unter Idealbedingungen. Unabhängige Messungen zeigen aber, dass Egret vergleichsweise ehrlich angibt: scootervergleich.net fuhr mit dem X Ultra real 81 von versprochenen 90 km, heise online kam unter Volllast (schwerer Fahrer, höchster Modus, Steigungen) noch auf rund 55 km. Als Faustregel: Plane mit 65–85 % der Werksangabe.
Ladezeit einplanen
Geladen wird mit einem 2-A-Netzteil: ca. 6,5 Stunden bei Core, Core+ und Prime, ca. 9 Stunden beim Ultra mit seinem großen Akku. Schnellladen gibt es nicht – für Pendler heißt das: über Nacht oder im Büro laden.
Welches Modell passt zu mir?
Egret X Core+ – der clevere Einstieg (ab ca. 649–849 €)
500 W Nennleistung, 499-Wh-Akku für bis zu 55 km, Blinker vorne. Der Core+ bietet gegenüber dem Basis-Core spürbar mehr Antritt (ca. 28 statt 24 Nm Drehmoment) bei nahezu gleichem Preis – ideal für Stadtfahrer mit Strecken bis 20 km am Tag, die die Premium-Verarbeitung der Serie zum kleinsten Preis wollen.
Egret X Prime – der Sweet Spot (ab ca. 799–899 €)
1.350 W Peak-Leistung, 41 Nm, 649-Wh-Akku für bis zu 65 km und Blinker vorne + hinten. Mehrere Tests nennen den Prime den "Sweet Spot" der Serie: Er hat den starken Motor und das Dual-Blinksystem des Ultra, wiegt aber nur ca. 24,5 kg und kostet seit der Preissenkung im Januar 2026 nur noch 899 € UVP (im Handel teils ab 799 €).
Egret X Ultra – für Vielfahrer (ab ca. 999–1.099 €)
Gleicher Motor wie der Prime, aber mit 865-Wh-Akku für bis zu 90 km Reichweite (real gemessen: 81 km). Wer täglich weite Strecken pendelt oder ungern lädt, bekommt hier den Langstrecken-König der Serie – erkauft mit 26 kg Gewicht und ca. 9 Stunden Ladezeit.
Bremsen, Federung & App im Alltag
Mechanische Scheibenbremsen mit 160 mm
Vorne und hinten arbeiten mechanische Tektro-Scheibenbremsen mit 160-mm-Scheiben plus elektronischer Motorabschaltung. Tests messen sehr kurze Bremswege (3,11 m bei scootervergleich.net) – Kritikpunkt ist lediglich, dass mechanische Bremsen gelegentlich nachjustiert werden müssen, was hydraulische Systeme nicht bräuchten.
12,5-Zoll-Reifen und Federgabel
Die großen Gravel-Luftreifen sind das Markenzeichen der Serie und bügeln Kopfsteinpflaster und Bordsteinkanten deutlich besser weg als die üblichen 10-Zoll-Reifen der Konkurrenz. Dazu kommt eine Federgabel mit 20 mm Federweg vorn. Tests attestieren ein "SUV-Feeling" – nur eine Heckfederung fehlt.
Egret App und Diebstahlschutz
Per Egret App (iOS/Android) gibt es Firmware-Updates, Reichweitenanzeige und eine App-Verriegelung; dazu kommt eine PIN-Wegfahrsperre direkt am Scooter. Wichtig zu wissen: In Tests lief die App unter Android stabil, unter iOS gab es wiederholt Abstürze. GPS-Tracking ist nicht verbaut – als mechanische Ergänzung bietet Egret das ansteckbare "Easy Lock"-Rahmenschloss an.
FAQ: Egret X-Serie kaufen
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